Die Huldigung der Künste
Friedrich Schiller




Friedrich Schiller

Die Huldigung der Künste



Project Gutenberg's Die Huldigung der Kuenste, by Friedrich Schiller #41 in our series by Friedrich Schiller

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Title: Die Huldigung der Kuenste

Author: Friedrich Schiller

Release Date: April, 2005 [EBook #7939] [Yes, we are more than one year ahead of schedule] [This file was first posted on June 3, 2003]

Edition: 10

Language: German

*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE HULDIGUNG DER KUENSTE ***

Produced by Delphine Lettau and Mike Pullen

This Etext is in German.

This book content was graciously contributed by the Gutenberg Projekt-DE.

That project is reachable at the web site http://gutenberg.spiegel.de/.

Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom "Gutenberg Projekt-DE" zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist unter der Internet-Adresse http://gutenberg.spiegel.de/ erreichbar.




Die Huldigung der Künste



Personen

Vater.

Mutter.

Jüngling.

Mädchen.

Chor von Landleuten.

Genius.

Die sieben Künste.



Die Scene ist eine freie ländliche Gegend; in der Mitte ein Orangenbaum, mit Früchten beladen und mit Bändern geschmückt. Landleute sind eben beschäftigt, ihn in die Erde zu pflanzen, indem die Mädchen und Kinder ihn zu beiden Seiten an Blumenketten halten.



Vater

		Wachse, wachse, blühender Baum
		Mit der goldnen Früchtekrone,
		Den wir aus der fremden Zone,
		Pflanzen in dem heimischen Raum!
		Fülle süßer Früchte beuge
		Deine immer grünen Zweige!


Alle Landleute

		Wachse, wachse, blühender Baum
		Strebend in den Himmelraum!


Jüngling

		Mit der duft'gen Blüthe paare
		Prangend sich die goldne Frucht!
		Stehe in dem Sturm der Jahre,
		Daure in der Zeiten Flucht!


Alle

		Stehe in dem Sturm der Jahre,
		Daure in der Zeiten Flucht!


Mutter

		Nimm ihn auf, o heil'ge Erde,
		Nimm den zarten Fremdlich ein!
		Führer der gefleckten Heerde,
		Hoher Flurgott, pflege sein!


Mädchen

		Pflegt ihn, zärtliche Dryaden!
		Schütz' ihn, schütz' ihn, Vater Pan!
		Und ihr freien Oreaden,
		Daß ihm keine Wetter schaden,
		Fesselt alle Stürme an!


Alle

		Pflegt ihn, zärtliche Dryaden!
		Schütz' ihn, schütz' ihn, Vater Pan!
		Jüngling. Lächle dir der warme Aether
		Ewig klar und ewig blau!
		Sonne, gib ihm deine Strahlen,
		Erde, gib ihm deinen Thau!


Alle

		Sonne, gib ihm deine Strahlen,
		Erde, gib ihm deinen Thau!
		Vater. Freude, Freude, neues Leben
		Mögst du jedem Wandrer geben;
		Denn die Freude pflanzte dich.




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